Schlagwort-Archive: Elektroplanung

Innenausbau – Woche 3

Am Montag hatten wir beide Urlaub, weil wir die Stämme und Äste, die noch am Grundstück lagen zu Brennholz verarbeiten wollten. Gott sei Dank waren wir da – es artete zu einem „Chaos-Montag“ aus.

Am Morgen kamen die Fliesenleger an und wir besprachen noch kurz einige Details. Mit dem Hinweis draußen antreffbar zu sein, machten wir uns an die Arbeit.

Um 11h sollte der Küchenmensch noch einmal die Anschlüsse kontrollieren kommen, um 13h sollten dann Elektriker und der Verantwortliche vom Energieversorger kommen, um den definitiven Elektroanschluss zu bekommen. Tja, sollte, sollte… Um halb 12 erst kam der Küchenbauer, er wurde in einer Polizeikontrolle festgehalten. Zur gleichen Zeit traf aber auch der Mann vom Energieversorger ein, anderthalb Stunden zu früh… Also haben wir die Aufgaben vorerst verteilt und jeder hat sich um ein Thema gekümmert, zwischendurch erschien aber auch der Fliesenleger von oben, da es ein Problem gäbe…

Wie sich dann herausstellte muss das Abflussrohr in unserer Küche noch ein paar Zentimeter verschoben werden, ansonsten hat in der Küche alles gepasst.

Der Elektroanschluss war aber weitaus komplizierter: Der Termin der für diesen Tag vereinbart wurde, diente lediglich der Kontrolle, ob das Haus und die Installationen auch soweit in Ordnung seien, um einen definitiven Anschluss zu bekommen. Dieser wurde nicht gleich hergestellt, so wie wir das geglaubt haben. Dieser soll nun erst morgen gemacht werden. Problematisch war auch, dass der Elektriker nun alles für den Anschluss vorbereiten musste und dies nicht bereits vom Trupp gemacht wurde, so wie uns das mitgeteilt wurde. Da sind wir ja mal auf die Verrechnung dieser Leistungen gespannt.

Nun zu dem Problem beim Fliesenleger: der „Bautruppenchef“ hatte unsere Corian-Nische bereits fest installiert und nun stellte sich heraus, dass sie nicht gerade eingebaut war und an der oberen Seite die Fliesen über der Nische ragten. Schön ist anders, auch seitlich hat’s nicht ganz gepasst. So dass wir, in Rücksprache mit dem Trupp, entschieden haben die Nische wieder herauszunehmen und später einzusetzen. Dies war aber leichter gesagt als getan und es brauchte rohe Gewalt, um sie heraus zu bekommen. (Vorher natürlich abgeklärt, wer den eventuellen Schaden übernimmt 😉 ). Das war natürlich auch gleich für beide Badezimmer notwendig.

Ab Dienstag lief es dann aber wieder rund und mittlerweile sind die Fliesen in den beiden Bädern komplett verlegt und auch der Technikraum ist fertig gefliest. Im Obergeschoss sind auch alle Wände fertig gespachtelt und geschliffen.

Nur unsere Fassade ist noch ein Sorgenkind… aufgrund der Wetterlage kommt der Maler einfach nicht voran oder aber überhaupt vorbei, so dass sich von außen noch nicht viel an unserem Haus getan hat… leider. Wir würden unser Haus so gerne ohne Gerüst sehen.

Werbeanzeigen

Bemusterung- 2. Tag

Am zweiten Tag ging es dann an die Elektroplanung.

Zunächst kam der zuständige Mitarbeiter von der Alarmanlage mit dem wir durchgegangen sind, was uns wichtig ist und was bereits in unser Angebot eingerechnet wurde. Auf diesen Daten basierend, erstellt er nun ein konkretes Angebot.

Danach haben wir mit der Platzierung der Lichtauslässe, Schalter und Steckdosen begonnen. Hier zeigte sich, dass es von Vorteil ist, wenn man sich im Vorfeld gut vorbereitet.

Bei der Schalterserie haben wir uns für die Standardausführung entschieden. Mit der Anzahl an Steckdosen etc. sind wir aber nicht ausgekommen.

Ein großer Posten an Mehrkosten sind die LED-Deckenstrahler, die wir für die Flure, Wohn-Essbereich und für das Badezimmer ausgesucht haben.

Nach dem Mittagessen ging es dann an die Planung der Multimedia-Steckdosen. Hier haben wir uns nun doch für das Homeway-System entschieden, da es doch viele Vorteile hat und die Installation komplett von Schwörer gemacht wird. In der klassischen Ausführung muss noch ein Elektriker vor Ort diese Steckdosen anschließen (wussten wir vorher auch nicht…)

Ein sehr komplexes Thema war dann auch die Steuerung der elektrischen Rollläden und Außenjalousien. Uns war wichtig alle Läden gemeinsam rauf und runter fahren zu können. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: per Funk und per Verkabelung. Beides hat Vor- und Nachteile. Wir haben uns aufgrund der kostengünstigeren Variante für die Funklösung von Somfy entschieden, die wir später auch noch mit einigen Accessoires aufrüsten können.

Als dies alles endlich, nach immerhin insgesamt 6 Stunden abgeschlossen war, waren auch der Kostenvoranschlag und die 3D-Ansicht der Treppe da. Wir waren gleich sehr angetan von dem schönen Stück… bis wir den Preis von immerhin rund 13.500€ hörten…Wir hatten für die Treppe bereits im Vorfeld eine Bemusterungsreserve einrechnen lassen und hatten somit immerhin ein Budget von 9000€, das wir auf keinen Fall überschreiten wollten. Nun haben wir also eine „klassische“ Treppe ausgesucht mit anthrazitfarbenen Wangen und Wildeiche-Stufen ohne Setzstufen mit Edelstahlgeländer und Eichenhandlauf.

Danach wurden wir von Frau S. verabschiedet und wir haben uns auf den Heimweg gemacht.

Das Bemusterungsprotokoll soll in den nächsten zwei Wochen kommen… es bleibt also auch weiterhin spannend.

FAZIT:

  • Hilfreich waren unsere gute Vorbereitung und dass wir unser letztes Angebot mitgenommen hatten, die Bemusterer haben zwar auch eins, aber man kann sofort selbst nachschlagen und weiß wovon man spricht. Wir hatten auch einige Fotos (beispw. Treppe) mitgenommen, so dass man dem Berater nicht nur erklären muss, wie man sich etwas vorstellt, sondern es zeigen kann.
  • Schwörer ist sehr um den Kunden bemüht und man versucht immer alle Fragen und Unklarheiten sofort zu klären.
  • Alle Mitarbeiter, egal ob Ausstattungsberaterin, Empfangsdame, „Experten“, … alle sind immer sehr freundlich und hilfsbereit.
  • Als Wehrmutstropfen müssen wir aber auch sagen, dass man wirklich jede kleinste Kleinigkeit als Mehrpreis zahlen muss (z.B. Softclosedeckel, der auf der Standardtoilette ausgestellt ist, aber selbst nicht Standard ist; gleiche Schlösser an Vorder- und Hintertür; silberne Führungsschienen für die Außenjalousien anstelle von weißen, etc). Daher als Rat an alle Häuslebauer: plant genug Bemusterungsreserve ein! Es kommen auch viele unverzichtbare Mehrkosten auf einen zu, mit denen man vorher nicht rechnet. Dabei handelt es sich zwar immer um kleinere Summen, die dann alle zusammen doch ins Gewicht fallen, Kleinvieh macht ja bekanntlich auch Mist.
  • Die Hausverkäufer kennen sich nicht in jeder Materie gut genug aus, um ein reelles, detailliertes Angebot zu erstellen. Die dort angegebenen Kosten sind häufig nur Richtwerte. Das haben wir z.B. bei der Rollladensteuerung oder der Alarmanlage bemerkt.
  • Wenn es Probleme bei uns gab, dann basierten die meisten auf Fehlinformationen oder Fehlplanungen des Architekten, obwohl unser Architekt bereits mehrfach mit Schwörer gebaut hat… das war bislang für uns die größte Enttäuschung.

So, das war nun lang… Wir beantworten euch aber natürlich gerne auch noch weitere Fragen, die an dieser Stelle vielleicht zu kurz gekommen sind.