Archiv für den Monat Oktober 2015

Eigenleistungen I

Die erste Woche nach der Abnahme ist nun rum und wir konnten schon einiges erledigen.

Die Zimmer im Obergeschoss sind nun allesamt fertig gestrichen und in unserem Schlafzimmer und in der Ankleide konnte schon das Parkett verlegt werden. Außerdem konnte ich die Böden in den Badezimmern nun frei legen und diese ein erstes Mal putzen.

Unser eigener Maler ist nun auch im EG endlich mit den Schleifarbeiten durch, so dass wir uns nun daran machen können den ganzen Staub nach und nach aus dem Haus zu bekommen.

Die ersten Tage war es in unserem Haus ganz schön kalt. Mittlerweile hat sich die Heizung aber schon gut eingestellt und wir haben überall eine Temperatur zwischen 18 und 20 Grad. Zum Arbeiten schon fast zu viel 😉

Von Schwörer kam dann auch schon zügig die Schlussrechnung angeflattert. Die wurden nun nach einigem Hin und Her von unserer Bank in Zahlung genommen. (In Luxemburg muss man ja für die Finanzierungsbestätigung eine Bankgarantie abschließen, diese kann nur mit genauer Rechnung ausbezahlt werden. Nun haben wir aber einen Einbehalt ausgemacht, den Schwörer nicht auf die Rechnung eingetragen hat, also stimmten die Beträge der Rechnung nicht mit der Auszahlung überein. Nach Rücksprache mit der Bank genügte aber eine Bestätigungsmail von Schwörer, um die Zahlung auszulösen. Für den restlichen Betrag bleibt die Garantie, natürlich kostenpflichtig, bestehen.)

Von Seiten von Schwörer warten wir derzeit noch auf einige Termine, die bei der Abnahme versprochen wurden. So sollen wir noch eine Einweisung in das Heizsystem erhalten, ein Mitarbeiter von Schwörer soll noch vorbei kommen und das Homeway fertig stellen und die Rolläden einstellen; der Treppenbauer soll kommen und sich der Mängel an der Treppe annehmen. Wir hoffen, dass dies nun alles zügig gemacht werden kann. Demnächst soll auch ein Trupp vorbei kommen, um die Dachabdichtungen an der Garage zu erneuern und einige Kleinigkeiten im Innern des Hauses zu montieren/nachzubessern.

Der Maler für die Fassade hatte am Freitag auch zwei Mitarbeiter geschickt, die schon einmal angefangen Fenster etc. abzukleben, so dass bei gutem Wetter, bereits kommende Woche gestrichen werden kann… Daumen drücken!

Ich hatte nun auch Zeit einige Detailfotos für alle Neugierigen zu machen 😉

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Woche 8 (Abnahme &&&)

Am Montag Morgen kamen zwei Mann vom Schwörertrupp, um die Fassade zu streichen, da wir gerade so schönes Wetter hatten. Die Abnahme wurde erstmal auf Donnerstag gelegt. Doch als die beiden die Klebebänder entfernten und die Fenster usw. säubern sollten, kapitulierten sie und sagten, dass der Verputzer eine solche Schweinerei veranstaltet hat, dass sie einen ganzen Tag benötigen würden, um alles zu entfernen und das soll er selbst beseitigen. Fotos gemacht, mit dem Chef gesprochen, der den zuständigen Malerbetrieb informiert, wir nicht glücklich.

Dann kamen am Nachmittag gleich zwei Verputzer, um die Verschmutzungen zu beheben, die nahmen die restliche Folie ab und seufzten genauso wie die Schwörermänner. Die hätten nicht über das Verputzerband malern dürfen, jetzt sind nirgends saubere Kanten und es ist Farbe an verschiedene Fensterrahmen und Rollladenschienen gelaufen, die die Verputzer natürlich nicht säubern wollten. Also wieder Fotos gemacht, Chef gesprochen, wir noch unglücklicher und so langsam richtig sauer. Bei genauerem Betrachten, fiel nun auch uns auf, wie unsauber von beiden Parteien gearbeitet wurde (sogar die Dachziegel und -rinne waren beschmiert!) und dass ein neues Haus so nicht aussehen darf, schon gar nicht, wenn man extra teures Geld bezahlt, um die Fassade an Ort und Stelle gemacht zu bekommen. Dann sollte sie eigentlich perfekt sein. Also haben nun auch wir den Bauleiter informiert und dieser hat sich dann für den folgenden Mittwochmorgen angekündigt.

Der war alles andere als begeistert, als wir ihm immer mehr Stellen gezeigt haben, die nicht gut aussehen, respektive wo Hausteile beschmutzt wurden. Er hat sich alles notiert und seinerseits mit dem Chef gesprochen, ob unter diesen Umständen eine Übergabe überhaupt stattfinden kann. Sie wurde dann aber für Mittwoch Abend festgehalten und außerdem wurde uns versprochen, dass die gesamte Fassade vom Profi überarbeitet werden wird (also wird nun zum dritten Mal an der Fassade ausgebessert), weil auch die weiße Farbe teilweise fleckig ist, weil es ja auch auf die Farbe geregnet hat. Bei der Gelegenheit haben wir ihm auch alles gezeigt, was im Haus nicht ganz perfekt ist respektive wo nachgearbeitet werden muss, so sind teilweise schwarze Schrammen an den Fenstern und die Duschkabine hat Kratzer. Fertighäuser haben den Vorteil, dass es schnell geht, manchmal geht aber alles einfach zu schnell und so passieren unnötige Fehler.

Hier als Beispiel einige Fotos der Fassade:

Bei der Abnahme ging es am Mittwoch rund. Um 17.00h hatten wir den Termin mit unserem Bauleiter auf der Baustelle, als ich dann ankam waren die Herren schon etwas durch das Haus gegangen und der Blower-Door-Test war auch schon gemacht (Messwert 0,68; soll sich aber bei fertig gestelltem Haus noch verbessern). Dann sind wir die Räume nacheinander durchgegangen und haben u.a. Fenster kontrolliert und der Bauleiter hat sich alles notiert, was wir ihm zu zeigen hatten. Es hat sich schlussendlich aber so einiges angesammelt, da die Fassade teilweise erneuert werden muss, haben wir einen Einbehalt der zu zahlenden Summe ausgemacht, dann waren einige Kratzer an Spots und der Duschkabine (Gutschrift), ein Hausschlüssel hat gefehlt (Gutschrift), die Dachbleche der Garagen müssen neu bestellt werden, da das Regenwasser an den Giebeln die Fassade direkt runterläuft, 2 Außenfensterbänke mussten herausgenommen und neu eingesetzt werden, da sie einen fingergroßen Abstand zum Fenster hatten usw, usw… Der Trupp war bis zur letzten Minute damit beschäftigt alles fertig zu stellen, respektive zu korrigieren. Um 20.40h standen wir dann hungrig und müde mit unserem eigenen Hausschlüssel in der Tasche vor unserem Haus. Insgesamt haben wir die Abnahme als sehr nervenaufreibend und chaotisch empfunden, da überall noch gewuselt wurde und schnell, schnell fertig gemacht werden sollte.

Außerdem waren die Fliesenleger da und haben die zwei Fliesen im Bad ersetzt, das hat wunderbar geklappt und sie haben den Estrich in der Garage eingebracht und die Fliesen gleich darin verlegt. Am Dienstag wurden die dann auch gleich verfugt.

Wir kommen allerdings (mehr oder weniger) wie geplant mit unseren Arbeiten voran und so konnte auch die Sockeldämmung fertig gestellt werden und die Bodenplatte verputzt werden.

Wochen 6 & 7

In der vorletzten Woche ist auf der Baustelle nicht soo viel passiert.

Aber: Unsere Fassade wurde verputzt. Yeah. Es geschehen noch Wunder.

In der letzten Woche (der 7. seit Hausmontage) kam der Trupp zurück um die restlichen Arbeiten zu erledigen und Joel hat ab jetzt 3 Wochen Urlaub, um sich an die Eigenleistungen zu machen. Doch so langsam fangen die ganzen Problemchen an: Der Trupp hat am Montag sofort die Fassade gestrichen uuunnnddd… die Farbe ist nachts (dank des Regens) heruntergelaufen. Da das Wetter für die restliche Woche nicht besser vorausgesagt wurde, rückte der Trupp am Dienstag wieder ab.

Doch in den beiden Tagen an der Baustelle haben sie die Elektrik fast fertig bekommen und die Waschbecken und Duschen sind montiert. Doch auch das verlief nicht ganz problemlos: Der Wasseranschluss in unserer Dusche wurde im Werk falsch geplant und passt nun nicht mit unserer Armatur überein. Nun müssen zwei Fliesen ausgetauscht werden und der Wasseranschluss verlegt werden, dazu musste Wand an der anderen Seite noch einmal komplett geöffnet werden (natürlich schon komplett verspachtelt und geschliffen…) nun soll am kommenden Montag der Fliesenleger noch einmal anrücken, um das mit den Fliesen hinzubiegen.

Beim Tapezieren der ersten Räume fiel unserem Maler auf, dass einige Schrauben an der Decke zu rosten anfangen, die obere Schutzschicht wurde wohl beim Schleifen entfernt, da die Schrauben teilweise nicht weit genug eingeschraubt waren. Auch das ist sehr ärgerlich, da Rost durch jede Tapete und Farbe durchkommt. Nun mussten alle betroffenen Bereiche mit speziellem Spray bearbeitet und neu verspachtelt werden, respektive noch nicht verspachtelte Schrauben wurden ausgetauscht. Dies ist wiederum ein deutlicher Mehraufwand an Arbeiten und das Zeug für die Schrauben ist auch nicht gerade billig…

Am Dienstag war dann aufgrund dieser Probleme der Bauleiter auf der Baustelle und hat sich alles angeschaut, die für Mittwoch geplante Abnahme wurde nun auf unbestimmte Zeit verschoben, weil noch zu vieles an Arbeit gemacht werden muss und der Trupp erst bei besserem Wetter zurück kommt. Dabei fielen uns auch Risse in der Farbe am Treppengeländer auf und der Truppenchef zeigte uns 2 große Schrammen in der Treppenwange, da der Treppenhersteller aber eh nach Luxemburg kommt, soll er auch bei uns vorbei schauen und die Fehler korrigieren.

Am Mittwoch war der zuständige Elektriker von Schwörer da, um die Alarmanlage in Betrieb zu nehmen und uns einzuweisen.

Am Donnerstag hatten wir Unterstützung vom Schwiegerpapa, dieser hat mit der Sockeldämmung angefangen, weil unser Erdbauer schon in den Startlöchern steht um die Drainage ums Haus zu legen, sobald das Gerüst denn endlich mal weg ist.

Am Freitag sollte unser Parkett geliefert werden, aber nachdem das auch am Nachmittag noch nicht angekommen, haben wir kurz nachgehakt und der Fahrer sollte es nicht mehr schaffen, nun wurde der Termin auf nächsten Freitag verschoben… da wir das Parkett aber eh noch nicht brauchen und es nur im Weg stehen würde, ist es ganz gut so wie es ist.

Am restlichen Wochenende konnten wir dann zu zweit an den Malerarbeiten im Inneren weiter machen. So konnten die Badezimmer schon ganz fertig gestrichen und ein erstes Mal grob gesäubert werden. In unserem Schlafzimmer wurden außerdem schon die Styropor-Stuckleisten angebracht.

Wir sind nun echt gespannt, wie es weiter geht…